Zumindest ist dies das Ergebnis einer Umfrage unter den Lesern des neuen Axel Springer Blattes “TV Guide”. Demnach wollen an die 51% der deutschen B?ɬºrger weniger US-Serien im deutschen TV zu sehen bekommen. Allerdings sehen die Daten f?ɬºr die relevante Zielgruppe der 14- bis 29-J?ɬ§hrigen schon deutlich anders aus. Hier bef?ɬºrworten sogar 13% der befragten eine Steigerung des Anteils an US TV-Serien, w?ɬ§hrend 62% mit dem aktuellen Zustand zufrieden sind.

Stellen wir uns nun aber die Frage woran dieser erste Wert liegen k?ɬ?nnte? Zum einen ist es schon einmal fraglich, welche Altersgruppe dieser Auffassung war, denn dies wurd in dem Artikel nicht genannt. Au?É??erdem ist die Zielgruppe des Blattes, so kurz nach dem Launch, ja nicht unbedingt als repr?ɬ§sentativ zu ersehen. Der eigentliche Knackpunkt liegt aber meiner Meinung nach darin, dass es die Entscheider im deutschen TV-Markt verpasst haben die Trends aus den USA aufzugreifen, bzw. Positionen zu schaffen, die sich mit dem amerikanischen TV-Markt besch?ɬ§ftigen.

Ein gutes Beispiel hierf?ɬºr ist die Serie 24 welche in Deutschland eigentlich mit jeder ausgestrahlten Staffel an Publikum verliert. Dies liegt aber nicht unbedingt daran, dass die Story der Serie schlechter und/oder repetitiv geworden ist. Es ist vielmehr ein Problem, dass RTL II die Serie in Deutschland schon fast verrammscht, m?ɬ?chte man sagen. Zwei Wochen vor dem Start einer neuen Staffel wird auf dem Sender ein Ank?ɬºndigungsclip geschaltet. Das war es dann aber auch schon. Die letzte Staffel wurde in Deutschland dann auch in einem unm?ɬ?glichen Dreierpacket gezeigt, so dass es Leuten die eine Ausstrahlung verpassten sofort massive L?ɬºcken in der Story hatten, da sie gleich drei Folgen nicht gesehen hatten. ?É‚Äûhnliche Schicksale erlitten Serien wie die Sopranos, welche vom 2DF stiefm?ɬºtterlich behandelt und zu nachschlafender Stunde gezeigt wurden, respektive Veronica Mars, welches nach mehrmaligen Senderplatz?ɬ§nderung immer noch keinen festen Timeslot zu haben scheint. Da ist es schon fast von Vorteil, dass die Serie jetzt in den USA eingestellt wurde.

Mindestens genau so gravierend sind die (nicht) gemachten Entscheidungen, US-Serien nach Deutschland zu holen. Einen tiefen Griff ins WC hat sich da Pro7 geleistet, welches die Endzeitserie Jericho in Rekordzeit nach Deutschland holt (wohl deshalb anscheinend auch die miesen Synchronstimmen), welche in den USA bereits nach der ersten Staffel eingestellt wurde. Da fragt man sich, warum sich anscheinend kein TV-Sender um die Rechte zur Serie Heroes k?ɬºmmert, welche die Ratings in der vergangenen Season fast nach belieben anf?ɬºhrte. Die Serie Over There verhungert derweil auf dem PPV-Sender Premiere und wird noch einige Zeit brauchen um ins Free-TV zu kommen. Ein gleiches Schicksal ergeht Supernatural, welches eigentlich optimal zum Publikum von Pro7 passen w?ɬºrde. Ebenso merkw?ɬºrdig auch, dass bisher noch niemand einen Augenmerk auf One Tree Hill geworfen hat. Einer Teenieserie, die gleichzeitig mit The O.C. in den USA startete, eigentlich immer unter dem “gro?É??en Bruder” litt, aber im Endeffekt immer noch einen recht festen Sendeplatz auf The CW hat.

[via serienjunkies]

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